Ein Kurztrip nach Lissabon.......

Der Elevador de Santa Justa

ist ein 45 Meter hoher Turm aus Stahl, reich verziert im neugotischen Stil.

Ein Aufzug mitten in Lissabon - Er verbindet die Stadtteile miteinander: Baixa (Unterstadt) mit Chiado und Bairro Alto(Oberstadt). 


1902 wurde der Elevador de Santa Justa von Gustave Eiffels Schüler Raoul Mesnier de Ponsard gebaut. An einigen Stellen bemerkt man  Ähnlichkeiten mit dem Pariser Eiffelturm.

Ganz zum Anfang wurde der Elevador noch mit Dampfmaschinen angetrieben, erst später kam dann der elektrische Antrieb.

Der Eingang befindet sich nahe des Rossio und der Metrostation Baixa-Chiado in der Rua Santa Justa. Von dort aus fahren zwei mit Holz vertäfelte Kabinen in die Höhe. In jede Kabine passen übrigens 24 Personen. Oben angekommen kann man zu Fuß noch zwei weitere Etagen erklettern: Über dem Ausstieg befinden sich die Maschinen, die den Aufzug antreiben. Noch ein wenig Höher auf dem Dach des Lifts befindet sich eine Aussichtsplattform mit einem Café.

Die Gassen.....

......... sind eng, dafür aber schattig wenn man gerade  bei 34 Grad Lissabon besucht. Es sind oft viele kleine  Geschäfte und Lokale dort zu finden.

Uns sind viele Läden mit alten Dingen (Antiquitäten kann man wohl nicht sagen oder doch?)aufgefallen.  Aber auch Läden mit Werkzeug,  Angelbedarf und oft auch mit elektronischem Firlefanz.


Sogar einen Copyshop haben wir entdeckt :-)

Eigentlich sind diese Kleinode Wohnungen.........

Oft befinden sich davor ein paar Tische, ein kleines Restaurant sozusagen,

wo die Einheimischen in kleinen Küche kochen und frische Waren auf die Tische bringen.

Hausnummer 156 und 158.....zwei Kleinode.

Und immer geht es Berg auf oder Berg ab, viele Treppen sind zu bewältigen was sich an Waden und Oberschenkeln bemerkbar macht :-)

Oft sieht man auch die marode Bausubstanz der einst wunderschönen und heute zum Teil akut vom Einsturz bedrohten Prachtbauten. 

Oder fast verfallende Häuser und mittendrin dann plötzlich ein neu eingebautes Fenster.......

Um die Lebenshaltungskosten der Portugiesen zu begrenzen, verfügte Diktator Salazar 1947 einen Mietpreis-Stopp, der 40 Jahre in Kraft blieb,

für die Großstädte Lissabon und Porto.

Dadurch sanken die realen Mieten aufgrund der hohen Inflation bis Ende der 80er zum Teil auf 5,- Euro im Monat.

Nicht pro Quadratmeter, sondern für eine Wohnung........

Wasser und Strom kosteten inzwischen mehr. Nach Beendigung des Mietpreis–Stopps mussten sich allerdings die Erhöhungen der Mieten bis 2006 an der Inflationsrate orientieren.

Kaum ein Eigentümer konnte von diesen Einnahmen renovieren oder sanieren........

Graffittis.....

Verschmierte Wände, bekritzelte  Stromkästen, Verkehrsschilder oder Telefonzellen  sind in vielen Städten eine Plage.

Während man vielerorts ertappte Sprayer hart bestraft,  ist die portugiesische Hauptstadt Lissabon vor mittlerweile vier Jahren einen anderen Weg eingeschlagen.

Lissabon hat den Kontakt zu den Sprayern gesucht.

Zu Beginn wurden nur einzelne Leinwände zur Verfügung gestellt, aber  mittlerweile findet man in Lissabon wahre  Schätze  von Straßen Kunst.

Über 200 Künstler, nicht nur Portugiesen,  haben in den letzten vier Jahren legal Wände, Fassaden, Parkhäuser und Flaschencontainer bemalt und der Stadt so einen bunten Anstrich verpasst.

 

Die Strassenbahn 28 (auf portugiesisch "eléctrico")

Als Anfang der 80er Jahre das Straßenbahnnetz von ca 100 km auf ca 50 km reduziert und viele Linien abgeschafft und die bestehenden Linien modernisiert wurden, blieb die Linie 28 mit ihren aus den 30er Jahren stammenden Wagen, innen total mit Holz ausgestattet und ansonsten technisch etwas der Zeit angepasst, bestehen.

Aufzüge in Lissabon......

Insgesamt gibt es in der Altstadt Lissabons vier Elevadores.

Eigentlich sind es Standseilbahnen.....

Meist zwei Wägen, einer oben, einer unten und beide bewegen sich gleichzeitig.

Elevador da Lavra,

so heißt der älteste „Fahrstuhl“ Lissabons.

1884 gebaut und mit nur 184 Metern Strecke länge geht es auch hier nach oben. Von hier aus kann man einen super Spaziergang zur Endhaltestelle der Linie 28 starten.

Zwei volle Tage sind definitiv zu kurz gewesen, obwohl wir viel gesehen haben.

Mein Faszit.......

Ich möchte hier unbedingt noch einmal hin!